Tierbesuch für Pflegeeinrichtungen

Allgemein

Tierbesuche stellen eine Aktivierung dar. Es gibt eine Abwechslung im Alltag. Die Tiere regen die Menschen zu Gesprächen an, Erinnerungen werden wachgerufen.
Die Begegnung mit dem Tier spricht die evolutionär „alten“ Teile im zentralen Nervensystem an, die auch bei kognitiv abgebauten Klienten noch erhalten sind. Es gibt zahlreiche, mehrfach nachgewiesene gesundheitsfördernde Effekte zur Mensch-Tier-Beziehung. Bekannt sind blutdruckregulierende Wirkungen oder Verringerung von Einsamkeit und Isolation.

Individuell

Auch zur individuellen Förderung können die Tierbesuche genutzt werden. Beispielsweise, den Tieren das Sandbad bereitzumachen erfordert Augen-Hand-Koordination, oder ihnen Löwenzahn zu pflücken bedingt den Weg in den Garten. Vom Füttern bis zum Beobachten – es finden sich viele Tätigkeiten, die „für die Tiere“ motivierter durchgeführt werden und als sinnvoll betrachtet werden.

Auf dem Bild ist eine Patientin mit konservativ behandelter Humerusfraktur, die ihre Beweglichkeit zurück erlangt – das Füttern der Wachteln motiviert sie, den Arm wieder zu gebrauchen statt zu schonen.